Über die Geburt und das Wochenbett

Fast 14 Tage ist die Geburt unseres Sohnes nun her.

Wie verlief die Geburt und wie ist es mir bisher im Wochenbett ergangen?

 

 

Es war der 19.9., unser errechneter Geburtstermin um 4:30 Uhr.  Mit starken Bauchschmerzen bin ich aufgewacht. Mir war nicht ganz klar ob ich einen Grippevirus oder tatsächlich Wehen habe. Ich bin Meister darin, Dinge auszublenden und nicht sofort vom Fall der Fälle auszugehen.

Während ich mich mit Bauchscherzen umher wälze, misst mein Mann geistesgegenwärtig die Abstände zwischen meinen krampfartigen Schüben.

3 Minuten.

Kann doch nicht sein? Ich hatte im Verlauf meiner Schwangerschaft weder Übungswehen bzw. ist mir nichts was darauf hindeutet aufgefallen. Zudem spricht man beim ersten Kind von ca. 8 Minuten Abständen bei denen man sich ins Krankenhaus begeben sollte. Davon waren wir bereits weit entfernt.

 

Ich hatte in meinem Blog Post über „Hypno Birthing“ berichtet. Hier gilt es ohnehin erst bei 5 Minuten Abständen ins Krankenhaus zu fahren. Aber auch hier waren wir bereits drüber.

 

Ok, mein Mann bat mich dann aufzustehen, damit wir losfahren können.

Kliniktasche war gepackt und es konnte eigentlich direkt losgehen.

Aber ich wollte nicht so recht. Ich wollte einfach nicht zu früh ins Krankenhaus fahren und dann womöglich abgewiesen oder stundenlang im Wehenzimmer verbringen müssen.

 

Nachdem die Schübe aber nicht besser wurden, war auch mir endlich klar, dass es nun losgehen  müsste.

 

Ankunft im Krankenhaus 6 Uhr mit der Kliniktasche im Gepäck. Proviant,  Kleidung und alles was man sonst so braucht. Dass wir all das gar nicht brauchen werden, durften wir um 7:19 Uhr erfahren, als  unser Sohn nach einer Stunde Aufenthalt im Kreissaal auf die Welt kam.

Wow. Das war echt Rekordverdächtig.

 

 

Die Atemtechnik aus meinem „Hypno Birth“ Kurs konnte ich gerade zu Ende der Geburt nur bedingt anwenden. Ich habe hier eher auf die Hebamme gehört, in die ich großes Vertrauen hatte. Dennoch war ich in Gedanken total bei meinem Baby und auf mich konzentriert. Ich war in keiner Minute ängstlich oder unentspannt. Ich denke das war auf jeden Fall ein wichtiger Punkt den ich mir durch die „Hypno Birth“ Technik antrainieren konnte.

 

Ein "echter" Nabelschnurknoten sorgte bei der Hebamme für schiere Begeisterung.

So etwas ist wohl äußerst selten. Denn hätte man dies bereits in der Schwangerschaft bemerkt, wäre alles sehr viel komplizierter geworden. Hier sind wir mal wieder beim Thema, ich bin froh das ich nicht immer alles weiß.

Der Knoten kann sich zuziehen und das Kind wäre unterversorgt. Daher ist aus medizinischer Sicht äußerste Vorsicht in der Schwangerschaft geboten und eine natürliche Geburt wäre ausgeschlossen gewesen.

 

Ich bin sehr froh, dass alles so gut verlaufen ist und unser Baby gesund ist.

 

Das Geschlecht kannten wir ja bis zur Geburt nicht und ich habe in dem Moment auch gar nicht daran gedacht nach dem Geschlecht zu fragen.

Man ist einfach nur unendlich erleichtert, dass der kleine da ist und alles in Ordnung ist.

 

Ich fühlte mich nach der schnellen Geburt sehr erschöpft, aber gleichzeitig auch sehr gut und wollte nach ein paar Stunden bereits nach Hause gehen.

Denn leider war die Klinik sehr überfüllt und ich hatte keine Lust die nächsten drei Nächte in einem Mehrbettzimmer zu verbringen.

 

Unserem Plan wurde aber leider ein Strich durch die Rechnung gemacht, da sich der Kleine einen Infekt eingefangen hatte den man unbedingt antibiotisch behandeln und überwachen sollte. Somit mussten wir gezwungener Maßen etwas länger als geplant im Krankenhaus bleiben und sind im Endeffekt froh, dass wir heute die medizinischen Gegebenheiten haben, um den Kleinen im Fall der Fälle sofort zu helfen.

 

Zuhause angekommen war natürlich alles anders.

Man ist ganz auf sich allein gestellt und super unsicher.

Es dauert einfach ein wenig Zeit bis man einander kennengelernt hat und weiß was dem Baby fehlt. Die ersten 3-4 Wochen sind wohl die schwersten.

Schlafmangel, Blähungen und Wachstumsschübe lassen uns Eltern ein paar Sorgenfältchen mehr bekommen.

Ich sehe fertig aus, trage Jogger und bin im Wochenbett einfach Mama. Ab und an ist es langweilig, obwohl man irgendwie super viel zu tun hat mit dem Säugling. Stillen, wickeln, schlafen und einfach Nähe geben oder da sein... recht viel mehr gibt es in den ersten Wochen nicht.

 

Zwischendrin beruhigen und sich den Kopf darüber zerbrechen ob er nun Bauchweh hat, gestillt werden will oder Krank ist.

 

Die Routine muss sich einspielen, aber es wird von Tag zu Tag besser.

 

Wir sind grundsätzlich entspannt und dennoch müssen wir viel lernen und unser Leben erstmal umstellen. Die Uhr tickt gerade sehr viel langsamer.

 

Wann werde ich wieder arbeiten?

Home Office ist jetzt erstmal angesagt. Ich versuche die paar Stündchen zu nutzen wenn der Kleine schläft, um das ein oder andere zu erledigen. Viel schaffe ich dabei nicht und selber brauche ich auch noch etwas Schlaf wenn die Nacht mal wieder kürzer war.

 

Zum Glück ist die Hauptsaison der Trachtenbranche jetzt erstmal vorbei und ich kann mir besser eine Auszeit nehmen, als zu einem anderem Zeitpunkt im Jahr.

Das Modeln ist erstmal hinten angestellt. Rückbildung fängt erst nach 6 Wochen an und wie schnell ich wieder in "shape" sein werde, zeigt sich bald. Ich mache mir hier keinen Druck und lasse es langsam angehen.  Da nun alles etwas anders ist, muss sich vieles mit der Zeit ergeben.

 

Viele Dinge erweisen sich bereits jetzt als echte Helferlein.

Unser Tragetuch "Sling" von Manduca z.B. beruhigt den kleinen ungemein. Es gibt hier eine einfache Technik das Tuch zu binden. Ein, zweimal geübt geht das Ganze dann recht fix.

Für Neugeborene bietet sich das Tuch eher an als eine normale Trage. Dafür sind die Babys meistens einfach noch zu klein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Desweiteren benutzen wir die „Goldie“ Schnuller von Hans Natur. Auch wenn diese Kautschuk Schnuller nicht so stylisch aussehen wie von anderen Herstellern, haben sie den großen Vorteil, dass sie in der Form am meisten einer Brustwarze ähneln. 

Den Goldie Schnuller von Hans Natur gibt es hier.


Genauso wie die "Calma" Flaschen von Medela sind diese beiden Nuckel ein super Tipp meiner Hebamme um eine Stillverwirrung zu vermeiden.

Schreibt mir gerne, wenn ich euch etwas mehr zu meinen Erfahrungen mit "Hypno Birth" oder anderen Themen Rund um die Geburt und das Wochenbett erzählen darf. Denn letztendlich ist jedes Baby und jede Geburt anders...

 

Hier noch unser Interview auf der Wiesn für Pro7 RED einen Tag vor der Geburt. Unter anderem über Schwangerschaft und Selbstständigkeit ;-) 

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

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