"Hypno Birth" Was ist das?

Wir haben alle davon gehört, klassische Geburtsvorbereitungskurse die man halt so macht vor der Geburt...

Es gibt gute und es gibt weniger gute.

Niemand möchte in einen Kurs gehen, um dort von schlimmen Geburtserfahrungen, Komplikationen und Geburtsvideos berieselt zu werden.

Grundsätzlich empfand ich unseren Geburtsvorbereitungskurs als sinnvoll. Die leitende Hebamme war einfühlsam und man fühlte sich danach ein klein wenig besser vorbereitet.

 

Doch darüber hinaus gibt es noch viele andere Möglichkeiten, sich auf eine Geburt vorzubereiten. Meine Meinung war ja prinzipiell immer die, dass ich mich gar nicht groß vorbereiten brauche, da es in der Natur liegt ein Baby zu bekommen. Ich war der Meinung, dass diese ganzen Kurse und Ratschläge teilweise völlig übertrieben sind.

 

Und da sind wir auch schon beim Thema "Hypno Birthing".

Das Grundprinzip baut nämlich genau darauf auf. 

Die meisten Frauen sind verwirrt und wissen überhaupt nicht mehr auf sich selbst und ihren Instinkt zu hören. Zu viel Information, zu viele Geschichten die man nicht hören will.

Keine Geburt und keine Schwangerschaft ist wie die andere. Darum darf jede werdende Mami ihre eigene Erfahrung machen. Hier darf ich mich kurz direkt an alle Ladies wenden, die bereits ein Baby haben...wenn ihr nichts Gutes zu erzählen habt, dann erzählt doch einfach gar nichts. 

Warum Angst schüren? Warum jemandem der eigentlich total unvoreingenommen in eine Geburt rein gehen sollte, vorab von seinen eigenen Komplikationen berichten?

Das ist Deine Geburt und nicht die Deiner Freundin, Schwester Kollegin usw.

Ich fände es nur fair sich dabei einfach etwas zurück zu halten, wenn man nicht gefragt wurde.

 

 

Bei „Hypo Birthing“ lernt man also wieder auf sich und seinen Körper zu hören, Selbstvertrauen zu gewinnen und die Angst und Voreingenommenheit abzulegen. Die Geburt ist ein natürlicher Prozess der seit Jahrtausenden vonstatten geht. Natürlich sind wir froh heute medizinische Möglichkeiten zu haben und man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, dass es vielleicht auch mal nicht ganz reibungslos abläuft. ABER die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert erhöht sich enorm wenn die Frau ängstlich, verkrampft und unsicher in die Geburt geht.

Die Grundeinstellung ist dabei einfach ein wichtiger Punkt.

 

Die Amerikanerin Marie F. Mongan gilt als eine der populärsten Hypnose-Therapeuten. In ihrem Buch "Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt: Die Mongan-Methode" erläutert sie die Wirkung bestimmter Entspannungstechniken für eine einfache und natürlichen Geburt. Durch Hypnose soll Angst und Verspannung gelöst werden, und die Geburt somit schmerzfrei sein. 

 

 

Wenn der Körper verspannt ist, wird Blut von der Gebärmutter weggeleitet und der Gebärmutterhals bleibt angespannt und verschlossen. 

Bei der „Hypno Birth“ Technik wird die Geburt erst gar nicht mit Schmerz verbunden bzw. der Schmerz wird nicht negativ bewertet. So werden Beispielsweise "Wehen" durch das Wort "Wellen" ersetzt. Das klingt doch gleich viel besser.

 

Man ist natürlich nicht wirklich Hypnotisiert. Es gleicht eher einem vollkommen entspannten Trance Zustand. Wie kurz vor dem Einschlafen. Dies muss natürlich geübt werden. Manchen fällt es leichter und manchen schwerer sich komplett zu entspannen und nicht durch äußere Einflüsse oder Gedanken ablenken zu lassen.

 

„Hypno Birthing“ befürwortet vor allem Hausgeburten. Da das nicht jedermanns Sache ist und die meisten wohl im Krankenhaus entbinden, kann es dort natürlich schnell mal passieren, das einem die Hebamme oder umliegende Geräusche nicht passen. Vor allem dann gilt es sich auf sich selbst zu konzentrieren und seine eigene Geburt selbstsicher, ruhig und nach eigenem Willen durchzuführen.

Selbstverständlich sollte man auf Ärzte und Hebammen hören, falls doch irgendwelche Eingriffe zum Wohle Deiner oder der Gesundheit Deines Kindes nötig sind. 

Es ist also wichtig hier offen zu bleiben. Allerdings kann man getrost auch mal hinterfragen, ob dieser oder jene Eingriff denn wirklich nötig ist, es sich nur um einen Routineeingriff handelt und was die Begründung dafür ist.

Sich hier mit Respekt auf Augenhöhe zu begegnen ist essenziell für ein entspanntes Umfeld.

 

Auch der Partner spielt dabei eine wichtige Rolle. Er ist Leiter und Sprecher und genauestens über den Ablauf informiert. Ich persönlich finde das sehr gut, um auch den Männern das Gefühl von Hilflosigkeit zu nehmen. Sie werden viel selbstsicherer, leiten die Frau an und wissen was zu tun ist. Insofern man vorher zusammen geübt hat :-)

 

Wie bei allem gilt es nicht zu übertreiben. Es gibt zig Übungen und Anweisungen. Man sollte sich hier einfach das, was für einen am besten passt rausziehen und sich darauf konzentrieren.

Manchmal bin ich nämlich ziemlich damit überfordert, was ich vor der Geburt nicht alles machen muss.

 

Nun gehe ich zur Akupunktur, alle zwei Wochen zum Frauenarzt, zur Osteopathie, in den Geburtsvorbereitungskurs, schmiere mich mit Öl gegen Schwangerschaftsstreifen ein, mache mir Gedanken über Elterngeld, Kindermöbel usw....

Das ist doch Wahnsinn....und wieso das alles? Weil man heutzutage einfach völlig verunsichert ist.

 

„Hypno Birth“ hat uns also sehr gut getan, um sich einfach noch etwas mehr zu entspannen, sich nicht stressen zu lassen und sich auf die Geburt zu freuen, anstatt noch mehr Angst vor dem zu entwickeln was kommt.

Wir waren davor eigentlich nicht unentspannt, da gibt es ja wirklich ganz andere Menschen...aber dennoch war es eine schöne Bestätigung in dem was man sowieso schon gedacht hat, aber das Gefühl hatte damit allein da zu stehen.

 

Jetzt sind wir gestärkt und voller Zuversicht und können das wirklich allen Empfehlen die sich bereits das gleich gedacht haben ;-)

 

 

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