Schwangerschaftschaos

Wie habe ich von meiner Schwangerschaft erfahren?

War es geplant?

Wie geht es beruflich weiter?

 

Ehrlich gesagt dachte ich, es sei eine Grippe...

 

 

Ja ich fühlte mich schlapp, mir war schlecht, keinen Appetit und diese typischen Symptome bevor man eine Grippe oder Erkältung bekommt!

 

Naiv wie ich war blendete ich einfach aus, dass meine Periode ohnehin längst überfällig war.

Da es klar war, dass mein Mann und ich irgendwann Kinder bekommen wollen, war dieses Thema auch nicht so heikel für mich.

 

Gut, dann machen wir einen Schwangerschaftstest.

Positiv....

Aber auch das wollte ich nicht glauben. Der Test kostet keine 5 Euro und will mir nun ein 100% sicheres Ergebnis aufweisen?! Naja...

 

Somit vereinbarte ich schon bald einen Termin bei meiner Frauenärztin, welche mir die Schwangerschaft letztendlich bestätigte.

 

Wir waren total überrumpelt. Alles ging so schnell. Wir wollten uns sicher noch ein Jahr zeit lassen, aber „aufgepasst“ haben wir natürlich auch nicht.

Letztendlich ist es aber doch besser es läuft so, bevor man unbedingt sofort ein Kind möchte und es nicht gleich klappt. Denn Druck ist dein größter Feind.

 

Die ersten drei Monate der Schwangerschaft waren nicht besonders prickelnd.

Genauer gesagt war mir jeden Tag schlecht. Ich habe also kontinuierlich irgendwelche Kleinigkeiten gegessen, um die Übelkeit zu vertreiben.

ABER schlimmer geht immer, denn zum Glück musste ich mich nicht auch noch Übergeben.

Rückenschmerzen und starkes ziehen im unteren Bauch waren ansonsten die einzigen Begleiterscheinungen.

Natürlich war ich anfangs etwas verunsichert und musste mich erstmal an das neue Körpergefühl gewöhnen. Viele Reaktionen des Körpers und Gefühle die man vorher eben nicht kannte.

 

Mein erstes Trimester:

 

Eines Tages hatte ich derart starke Magenkrämpfe, dass ich nicht unterscheiden konnte ob diese von einem Magen Darm Infekt, oder von der Schwangerschaft kamen. Ein ungutes Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt.

Jedoch bin ich jemand der lange schmerzen aushalten kann und sich auch selbst gut beruhigen kann. Dennoch war ich kurz davor, meine Frauenärtzin anzurufen um mich zu vergewissern das alles ok ist.

Die Vorstellung was alles passieren und schief gehen kann, von der Befruchtung bis hin zur Geburt ist irgendwie auch Wahnsinn. 

 

Die meisten gehen davon aus, dass es das normalste der Welt ist irgendwann schwanger zu werden und ein gesundes Baby auf die Welt zu bringen.

Doch der Weg dahin ist lange und wirklich ein kleines Wunder.

 

Das ist z.B. auch ein Grund warum wir uns das Geschlecht des Babys nicht sagen lassen möchten.

Ursprünglich stammte diese Idee von meiner Frauenärztin. Sie ist grob gesagt gegen die totale Überwachung und Kontrolle. Heutzutage kann man ja fast alles untersuchen lassen.

 

So stießen wir in unserem Umfeld immer wieder auf Verwunderung warum wir gewisse Untersuchungen wie z.B. die Nackenfaltenuntersuchung nicht machen lassen wollten und uns obendrein nicht mal das Geschlecht sagen lassen wollen.

 

Es klingt wie eine Floskel, aber mit der Zeit war es uns einfach nur wichtig, dass die Schwangerschaft gut verläuft und das Baby gesund auf die Welt kommt.

Das ist eben nicht selbstverständlich.

 

Nackenfaltenuntersuchung

 

Um nochmal auf die Nackenfaltenuntersuchung zurück zu kommen. Es ist jedem selbst überlassen wie er das handhaben möchte.

Aber wir wollten nicht vor der Entscheidung stehen, ob wir unser Kind abtreiben lassen oder nicht, nur weil das Untersuchungsergebniss eine erhöhte Prozentzahl aufweist.

Denn das bedeutet noch lange nicht, das man möglicherweise ein schwer behindertes Kind zur Welt bringt. Dazu ist der Test nicht zur endgültigen Diagnose geeignet und einfach zu ungenau.

 

Dieser Test ist somit ein so genanntes Screening, mit dem nur ein Risiko für eine Behinderung eingeschätzt wird. Eine große Nackenfalte bedeutet nicht zwangsweise, dass das Baby behindert sein wird. Andererseits kann die Nackenfalte normal aussehen und trotzdem ist nicht alles in Ordnung. Somit sind dann wieder zusätzliche, nachfolgende diagnostische Tests nötig.

 

Entscheidet man sich also gegen die Abtreibung, lebt man die ganze Schwangerschaft mit einem Angstgefühl ob das Baby gesund zur Welt kommen wird. Ändern wird es an der Situation aber auch nichts.

 

Rhesus negativ. Was bedeutet das?

 

Bei mir ist es so, dass meine Blutgruppe Rhesus negativ ist. Die meines Mannes allerdings Rhesus positiv. Das bedeutet dass das Baby auch Rhesus positiv sein kann und somit eine andere Blutgruppe als ich aufweist.

Um keine komplikationen bei einer zweiten Schwangerschaft zu bekommen, wird mir in der 28. Schwangerschaftswoche eine Spritze verabreicht, damit ich keine Antikörper nach der Geburt entwickel und das Baby bei einer zweiten Schwangerschaft abstoßen würde. Eine weitere Spritze wird direkt nach der Geburt verabreicht, wenn das Baby tatsächlich Rhesus positiv sein wird. Keine schöne Vorstellung, dass dies vor vielen Jahren noch garnicht möglich war. Aber in der heutigen Zeit braucht man sich darüber zum Glück nicht weiter sorgen machen.

 

Das zweite Schwangerschaftsdrittel verlief im großen und ganzen super. Ich hatte kaum Beschwerden und habe mich vor allem über die ersten Bewegungen die ich im Bauch gespürt habe gefreut. Anfangs noch wie kleine Blubberblasen, sind es inzwischen schon richtige Tritte. 

 

Bis zur 27. Schwangerschaftswoche ist es kein Problem zu fliegen, sodass wir in meiner 27.-28. Schwangerschaftswoche noch zu unserem letzten gemeinsamen Urlaub nach Sardinien geflogen sind. Ab der 28. Schwangerschaftswoche wird dann jedoch empfohlen, ein aktuelles Attest mit sich zu führen, in dem Folgendes ausgewiesen ist:

  • Die Bestätigung, dass die Schwangerschaft unkompliziert verläuft

  • Der erwartete Geburtstermin

  • Der Gynäkologe sollte ausdrücklich erwähnen, dass die Schwangerschaft die Patientin nicht an Flugreisen hindert

Wegen des erhöhten Thromboserisikos während der Schwangerschaft wurde mir außerdem empfohlen, im Flugzeug Stützstrümpfe zu tragen.

 

Mein zweites Trimester:

Inzwischen bin ich im letzten Schwangerschaftsdrittel angekommen. Ich habe starke Schmerzen unter der rechten Rippe. Das Kleine drückt hier wohl so fest dagegen.

Da ich dadurch teilweise kaum mehr sitzen kann, werde ich der Osteopathin einen Besuch abstatten und hoffen, dass diese mir weiterhelfen kann. Falls es jemanden genauso geht und mir einen guten Tipp geben kann, würde ich mich sehr freuen!

So langsam spannt der Bauch auch immer mehr und ich werde schlapper und die Luft geht mir schneller aus.

 

Mein drittes Trimester:

 

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt?

 

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sein Kind auf die Welt bringen möchte. Ich persönlich bin immer jemand der den natürlichen Weg wählen würde.

Ein Kaiserschnitt lässt sich manchmal nicht vermeiden, aber dennoch ist es ein operativer Eingriff mit Risiken. Danach braucht der Körper auch einfach länger um sich davon zu erholen.

Ich denke das sollte man nicht unterschätzen und gründlich darüber nachdenken ob man wirklich einen geplanten Kaiserschnitt durchführen lassen möchte.

Den Horrorgeschichten zu natürlichen Geburten möchte ich kaum glauben schnenken, denn jedes Schmerzempfinden ist anders und es gibt genug Beispiele bei denen alles sehr gut verlaufen ist.  

 

Auswahl des Krankenhauses?

 

Mir war es wichtig, dass das Krankenhaus für natürliche Geburten steht. Es gibt Häuser die den Ruf haben, schneller zum Kaiserschnitt zu greifen. Ein weiteres Kriterium ist vielleicht eine Kinderintensivstation für den Fall der Fälle. Dennoch ist das nicht Ausschlaggebend, da das Kind sofort in das nächste KH mit Intensivstation transportiert werden würde, falls etwas nicht stimmt.

Grundsätzlich sollte es also ein KH in der Nähe sein in dem man sich einigermaßen wohl fühlt.

 

Vorsorge Hebamme, Nachsorge Hebamme?

 

Hebammen sind heiß begehrt. In meinem Fall war nur noch eine Nachsorge Hebamme verfügbar, sodass ich alternativ einfach einen Geburtsvorbereitungskurs besuche.

Auch nicht weiter schlimm, denn viele Schwangeren haben weder eine Vorsorge- noch eine Nachsorge Hebamme.

Es ist aber dennoch schön zu wissen, dass eine Hebamme bei Fragen nach der Geburt parat steht.

Man ist Anfangs sicher noch sehr verunsichert. Da geht es schon beim Anschnallen des Babys im Auto los :-D Aber hier ist man mit einem Geburtsvorbereitungskurs gut beraten.

 

Wie ist das nun mit den „verbotenen“ Sachen?

 

Man kann sich ja wirklich verrückt machen. Kein Kaffee, kein Rohmilchkäse, nichts rohes oder geräuchertes, keine Meeresfrüchte usw.

Auch mein Umfeld ist bei dem Thema ganz verunsichert.

Ich persönlich versuche auch hier entspannt zu sein. Ich sehe absolut ein, keine rohen oder geräucherten Sachen zu essen, nicht übermässig viel Kaffe zu trinken, keinen Alkohol zu trinken und keine Zigaretten zu rauchen.

Bei dem Thema Rohmilchkäse ist es schon etwas schwieriger. Die meisten Restaurants wissen sowieso nicht, ob es sich um Rohmilch handelt oder nicht. Von daher versuche ich Käsesorten aus der Frischtheke zu vermeiden, aber alle abgepackten Sachen esse ich ohne bedenken. 

Falls es sich um Rohmilchkäse handelt, muss dies zwingend auf der Verpackung stehen.

Und falls man dennoch mal Käse aus Rohmilch erwischen sollte, heißt das noch lange nicht das man sich zwingend mit gefährlichen Bakterien angesteckt haben muss.

 

Vorsicht ist auch bei fremden Katzen geboten. Diese können die Infektionskrankheit Toxoplasmose übertragen. Das ist sehr gefährlich für das Ungeborene. Katzen aus dem Umfeld stellen aber kein Problem dar!

 

Wie geht es beruflich weiter?

 

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich jetzt nicht viele Anfragen für Umstandsmode bekomme. "Leider" ist das kaum der Fall. Man muss bedenken, dass es nur einen relativ kurzen Zeitraum gibt, in dem der Bauch die richtige Größe hat. Zudem sind viele Kunden der Meinung, dass Models die schwanger sind, weniger belastbar sind als Models die nicht schwanger sind. Hier wird also lieber geschummelt, anstatt eine echte Schwangere zu buchen.

Die ersten Monate habe ich noch gearbeitet, mich aber nicht wirklich wohl damit gefühlt ständig meinen Bauch einziehen zu müssen. Somit habe ich mich einfach entspannt und mich komplett auf mein Trachtenlabel "CocoVero" konzentriert.

Wann ich nach der Schwangerschaft wieder modeln möchte ist nicht klar. Je nachdem wie schnell ich mich körperlich wieder fit fühle und in Form bin.

 

In den letzten Zügen...Angst vor der Geburt?

 

So langsam wird es also Ernst. Nur noch wenige Wochen bis das Kleine auf die Welt kommt.

Was steht noch auf dem Plan?

Kinderzimmer einrichten, Krankenhaustasche packen, Formulare für Elterngeld, Elternzeit, Mutterschaftsgeld...besorgen und vorbereiten. 

Ich merke, dass ich zumindest von dem ganzen Papierkram überhaupt keine Ahnung habe, geschweige denn Lust dazu habe. 

Der Name für ein Mädchen steht fest, der für einen Jungen noch nicht...oh wei....irgendjemand irgendwelche Vorschläge? ;-)

 

Vorbereitet fühle ich mich nicht, aber ein bisschen Zeit bleibt mir ja zum Glück noch...

 

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