Reiseblog: Sardinien

Als echte Elba Fans wollten wir schon lange mal die Nachbarinsel Sardinien erkunden.

Da die Anreise dorthin aber um einiges länger als nach Elba ist, haben wir dieses Reiseziel bisher immer vor uns her geschoben.

 

Wir lieben campen und sind bis Dato immer mit unserem Campingbus nach Elba gereist.

Von München benötigen wir ca. 7 Stunden bis zum Ablegehafen Livorno in Italien. Von dort aus geht die Fähre nach Elba eine Stunde und nach Sardinien ganze 5 - 6 Stunden. 

 

Durch die Schwangerschaft kam es mit unseren Sardinienplänen dann aber doch anders und schneller als gedacht.

 

Allzu weit weg sollte das nächste Reiseziel nicht sein und am besten in wenigen Flugstunden zu erreichen.

Da klingt ein Flug nach Sardinien in nicht mal 1,5 Flugstunden perfekt.

 

Gebucht haben wir unseren Flug von München nach Olbia für 230,- € pro Person hin und zurück über Skyscanner.

 

 

Als Reisezeit empfiehlt sich Mai und Juni. Im Juli und August ist die Insel sehr überlaufen.

 

Ein Mietauto ist unserer Meinung nach zwingend erforderlich um die Insel ein wenig zu erkunden.

Da diese allerdings sehr groß ist, haben wir uns bei der Wahl der Zielregion bei unserem erten Sardinienurlaub auf eine bestimmte Region beschränkt und dort an einem B&B welches uns am meisten zugesagt hat orientiert.

 

Gebucht haben wir über rentalcars.com bei Alamo die kleinste Kategorie, also einen Fiat Panda o.ä. …absolut ausreichend für so einen Urlaub zu zweit. Die Abholung ging ziemlich fix, da hier auch aufgrund des frühen Flugs, ausnahmsweise keine lange Schlange war. Kostenpunkt 355,- € für 10 Tage.

 

Das angesprochene B&B heißt "Amaremare" und befindet sich in Stintino im Nordwestlichsten Teil der Insel. Preis pro Nacht 110,- Euro für ein Deluxezimmer, das einen zusätzlichen Raum, Balkon und wunderschönen Meerblick zur Verfügung hat.

 

 

 

Francesca, die Besitzerin hat uns sehr herzlich empfangen. Die Zimmer waren sauber, einfach und gemütlich.

 

Das Dorf Stintino ist ein kleines, authentisches, italienisches Dorf. Wenig Trubel und fast ausschließlich italienische Touristen und Einheimische. Das merkt man auch an den Preisen.  Espresso für 1 Euro, Flasche Wasser, 1,50 Euro, Glas Wein 2,50 Euro, so macht Italien Spaß.

 

Einer der bekanntesten Strände in der Region ist wohl La Pelosa.

 

Durch das kristallklare Wasser und den weißen Sand, ist dieser Strand besonders schön. Aber leider auch komplett überlaufen, sodass wir uns nicht lange dort aufhielten.

 

Für uns kommen besonders einsame Strände in Frage, die gerne auch mit etwas mehr Mühe zu erreichen sind.

Francesca gab uns hier wirklich wertvolle und individuelle Tips.

So fanden wir einen guten Mix aus netten, einfachen und zugänglichen Stränden mit Strandbars, Liegen und Toiletten, sowie versteckte, etwas spärlicher zu erreichende Strände ohne jegliche Verpflegung.

  • Spiaggia delle Saline

Ein Strand, ca. 10 Minuten südlich vom Zentrum Stintinos (man fährt bei der Anreise direkt dran vorbei). Ein gut besuchter, aber nicht überfüllter Strand mit der möglichkeit, sich Liegen und Schirme auszuleihen oder auch selbst nach einem Platz zu suchen und es sich mit dem Handtuch und dem mitgebrachten Schirm gemütlich zu machen. Hier ist eine Bar sowie eine Surfschule vorhanden.

 

 

Der Strand Spiaggia di Ezzi Mannu ist wenige Kilometer weiter südlich zu fnden. Dort waren wir aber nicht.

  • Spiaggia di Rena Majori

Ein herlicher Sandkieselstrand den man selbst im Juni fast für sich alleine hat. Der Strand ist ca. 15 Fahrminuten vom Amaremare entfernt und man muss nach Google-Maps fahren um ihn wirklich zu finden. Aber das zahlt sich aus. Nach einem kleinen Fußmarsch, steil bergab ergibt sich ein Blick über den Strand, der einen ins Schwärmen kommen lässt. Noch kurz weiter herabgestiegen und man ist dort. Zwar kein feinster Sand, aber auch kein spitzer Stein, sondern eher feine runde weiße Kieselsteine bilden hier die Liegefläche.

 

 

Der Strand Cala del Villaggio Nurra ist hier ganz in der Nähe, aber auch hier waren wir nicht.

 

In und Um Stintino sind besonders die folgende Restaurants zu empfehlen:

  •  Opera Viva, an der Piaza dei 45

Ein einheimisches Restaurant mit hervorragender Fisch- und Pastakarte und guten Weinen. Kein Meer- oder Hafenblick, dafür ausgezeichnete Qualität und Flair.

Unbedingt probieren solltet ihr die "Culurgiones". Typisch sardische Nudeltaschen, gefüllt mit einer Kartoffel-ecorino-Minz-Masse in Tomatensoße. Lecker!

  • Il Portico, direkt am Hafen von Stintino

Super Lage, direkt mit Hafenblick und zusätzlich stylischer Lounge-Bar für den Aperetiv oder um nach dem guten Essen (Fisch, Fleisch, Pizza, Pasta) noch ein paar Cocktails zu schlürfen.

 

  • Agriturismo Depalmas

Wir waren die einzigen deutschen Gäste. Aus unserer Sicht immer ein gutes Zeichen von nicht überschäumendem Tourismus. Der kleine Hof befindet sich ca. 10 Fahrminuten vom Amaremare entfernt und bietet frische Produkte, insbesondere selbstgemachte Pasta und Schinken sowie Rippchen vom Schwein an. Dazu gibt es eine Flasche Wein und Wasser und man kann soviel Essen wie man will. Kostenpunkt. 33,- € pro Person.

 

Ausflugsziele in der Umgebung:

 

Empfehlenswert ist hier vor allem die Altstadt Alghero. Ca. 50 Minuten entfernt, ist hier schon etwas mehr los. Aber dennoch ist das alte Dorf an der Küste nicht komplett überlaufen oder überteuert. In der wunderschönen Altstadt findet man viele nette Bars, Restaurants und shopping Möglichkeiten.

 

An unserem Ausflugstag nach Alghero haben wir gleich nach dem Frühstück im Amaremare die Sachen gepackt und sind an einen Strand in Alghero gefahren:

  • „Spiaggia di Maria Pia“

Ein relativ gut besuchter Strand mit einem Waldabschnitt im Hintergrund und feinem Sandstrand. Aber nicht überfüllt. Eine kleine Bar mit Daybeds für 30,- € pro Tag, sorgt für Getränke und Snacks.

 

Empfehlenswert ist auch eine Segeltour mit dem Katamaran. Die Besitzer unseres B&Bs bieten dies z.B. in Gruppen von 12 Personen an. Das schöne, dadurch dass die Fahrt von unserem B&B angeboten wurde, war es sehr persönlich, individuell und null touristisch. Kostenpunkt 70,- EURO.

 

Wir trafen uns gegen 10 Uhr im Hafen und sind mit Christoph und Claudio zu dem naheliegenden Naturschutzgebiet gestartet. Die Insel Asinara!

 

Mit ein paar Zwischenstops, um in das türkisblaue Nass zu springen und etwas zu schnorcheln. Wunderschön! 

 

Gegen Mittag kamen wir dann im Naturschutzgebiet an. Wir konnten dort an Land gehen und besuchten gegen eine Spende eine kleine Meeresschildkröten-Auffangstation.

Schrecklich zu sehen, was wir Menschen dem Meer und den darin lebenden Tieren antun. Das viele Plastik das ins Meer gelangt, wird von den Tieren gefressen und sie sterben daran.

Die Meeresschildkröten sind bereits vom Aussterben bedroht und man versucht in dieser Auffangstation ein klein wenig dagegen zu tun. Leider wird diese Einrichtung nicht von der italienischen Regierung unterstützt, wodurch sie sich durch Spenden finanzieren muss. 

 

Nach unserem kleinen Ausflug gab es hervorragende selbstgemachte Pasta von Francesca an Board. Gestärkt ging es dann mit ein paar Zwischenstops gegen 18:30 Uhr zurück in den Hafen.

 

 

Nach 5 Tagen ging es für uns weiter nach Baja Sardinia, in den Nordosten der Insel, an die Costasmeralda. Wir bekamen das "Club Hotel" als Empfehlung und dachten, uns würde die letzten 5 Tage eine Erholung im Hotel gut tun.

Der erste Eindruck von Baja Sardinia war komplett anders als von Stintino. Sehr viel Touristischer und vor allem teurer. Auch das Klientel ist sofort etwas anders.

 

Im Hotel angekommen betraten wir unser Zimmer aus dem wir unmittelbar wieder ausgezogen sind. Modriger Geruch und feuchte Betten ließen uns nicht lange verweilen.

 

So blieb uns nichts anderes übrig, als ein Upgrade zu buchen und für 300 Euro mehr in eine Juniorsuite zu ziehen. Das war schon sehr viel besser und hier konnte man sich auch wohl fühlen.

 

Der Privatstrand des Hotels ist sehr schön angelegt. In einer kleinen Bucht, zwischen Felsen und Bäumen findet man seichtes, kristallklares Wasser.

 

Vor allem die Cocktailbar kann sich sehen lassen. Ein wundervoller Blick aufs mehr, bei hervorragenden Cocktails

 

Das Essen im Restaurant ist gut. Hat man das Glück oben auf der Terrasse sitzen zu dürfen, genießt man auch hier einen tollen Blick auf das Meer. Wie die Einteilung der Tische von statten geht, war uns leider nicht ersichtlich.

 

 

In und um Baja Sardinia gibt es reichlich Angebote für Touren mit Schiffen, Segelbooten usw. Der Hafen von Palau hat die größte, fast unerschöpfliche Auswahl.

 

Da wir gerne die vorgelagerte Inselarchipell La Maddalena besuchen wollten, entschieden wir uns für eine Tour mit einem alten Segelboot. Fündig wurden wir im Internet und erachteten unsere Entscheidung als die individuellste. 

 

Abgelegt wird im Hafen von Palau. Hier reiht sich ein Bootstouren-Unternehmen an das andere. Man kann also auch spontan vor Ort entscheiden, mit welchen Schiff man die Inseln besuchen möchte. 

Kostenpunkt für unseren Segler 75 EURO.

Bis zu 12 Personen haben Platz auf dem Segelboot. Die Fahrt an sich war sehr schön und wir hatten Glück mit dem Wind.

Nicht ganz so individuell wie bei unserer Katamarantour wurden alle Boote zu den gleichen Orten gebracht.

 

So war auch das reinspringen auf See vom Boot nicht möglich.

 

Es gab zwei Stops bei denen man an Land gehen durfte und die Strände für 1 Stunde besichtigen konnte.

Die Strände an sich waren wunderschön und sehenswert!

Nur leider überlaufen von allen anderen Touristen. Die großen Boote fuhren hier sehr nah an die Buchten heran und wühlen das ganz Ökosystem auf. Unschön mit anzusehen, dass es diesen rießen "Reisebussen" erlaubt ist, so nah an Land zu kommen. 

 

Nach einem ausgiebigen Mittagessen an Board, waren wir gegen 17:30 Uhr wieder zurück im Hafen von Palau.

 

Von Baja Sardinia aus wird es mit weiteren Ausflugszielen schon etwas schwieriger:

 

Da wir nicht mehr so weit fahren wollten, haben wir lediglich einen Zwischenstopp in Porto Cervo eingelegt. Hier gibt es nicht viel zu sehen, außer die imposanten millionenschweren Yachten die sich im Hafen die Show stehlen.

 

Des Weiteren besuchten wir an einem Abend den Beachclub "Phi Beach". Wer einen Longdrink für 20 Euro in kauf nehmen möchte oder Wein ab 150,- Euro die Flasche, kann hier einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben und es sich in den "Daybeds" gemütlich machen. Den ein oder anderen Promi sieht man hier schon auch.

 

 

Empfehlenswerte Restaurants in und um Baja Sardinia:

  • Aruanà Churrascaria 

Original brasilianisches Restaurant mit Live Musik in Poltu Quatu Porto Cervo. Ja..nicht italienisch, aber definitiv einen Besuch wert. Man sitzt in einem Berghang eingebettet an einem kleinen Pool mit Wasserfall.

Fleischesser kommen hier voll auf ihre Kosten. 12 verschiedene Fleischsorten die nacheinander direkt am Tisch abgeschnitten werden. Auch für Vegetarier gibt es ein vergünstigtes Menü.

 

  • La Rocca

Ein weiteres Highlight ist die Pizzeria La Rocca in Arzachena.

Wunderschöne Atmosphäre an einem Pool gelegen. Am besten reservieren um direkt am Pool zu sitzen. Besonders Empfehlenswert sind die Muscheln als Vorspeise. Aber auch die Auswahl an Pizzen aus dem Steinofen lässt nicht zu wünschen übrig!

 

Ausflugsziele die wir aus Zeitgründen leider nicht geschafft haben, welche wir aber gerne irgendwann noch einmal besichtigen würden sind z.B.:

 

Nord/West

  • Bosa: Eine Altstadt mit wunderschöner Landschaft und Stränden.

Osten

  • Oligastra: Die Vegetation, die weißen Strände und das idyllische Hinterland machen diesen Küstenabschnitt zum Schmuckstück.  Gewaltige Kalkfelsen stürzen an der Ogliastra im Golfo di Orosei ins Meer.

  • Cala Gonone: Zwischen Orosei und Dorgali führt eine Straße zu den Meeresbuchten Cala Cortoe und Cala Osalle. Um den Berg dann nach Cala Gonone. Man kann sich ein Kayak oder Boot mieten, um die Grotte auf eigene Faust zu besichtigen. Cala Coloritze, Cala die Gabbiani, Cala Marilou, Cala Biriola, Cala Sisine, Cala Luna, Grotte del Blue Marino...eine schöner als die andere.

  • Zur Cala Luna führt auch  ein Wanderweg über die Steilküste. Ca 2,5 Stunden dauert die 5 Kilometer lange Tour durch zahlreiche Schluchten. Auf dem Rückweg kann man dann bequem ein Boot nehmen.

Süden

  • Grotta di Nettuno: Die Grotte liegt einen Meter über dem Meeresspiegel am Fuße einer 110 m hohen steilen Felswand und ist nur bei ruhiger See zu besichtigen. Von dem etwa 4 km langen Höhlensystem sind nur ein paar hundert Meter zugänglich.

  • Costa del Sud: Küstenstrecke von Chia nach Teulada. Schroffe Klippen und versteckte Strände gibt es auf dieser atemberaubenden Küstenstrecke zu sehen.

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