MODELN IN MIAMI

 

Wie ist es als Model in Miami?

 

Viele Jahre hintereinander war ich als Model in Kapstadt "on stay".

Alles wissenswerte darüber könnt ihr in meinem Blogpost "MODELN IN KAPSTADT" nachlesen.

Doch ist der Markt in Miami besser, oder nur bedingt eine gute alternative zu Kapstadt?

 

Um mich einer neuen Herausforderung zu stellen, beschloß ich im November 2014 für 3 Monate nach Miami zu gehen.

Da ich viel als Model für Bademode und Wäsche gebucht bin, war es naheliegend Miami als neues Ziel zu wählen.

Der Markt ist ähnlich wie in Kapstadt, kommerziell und ein gutes Pflaster für Bademoden Kampagnen, Katalogaufnahmen und Werbedrehs.

Da der Aufwand und Kosten für Miami hoch sind, macht es nur Sinn, wenn man für längere Zeit "on stay" bleiben kann.

 

Die Saison in Miami ist von November bis April. 

 

Mein Aufenthalt war ziemlich verrückt, da ich mehrmals zurück nach Europa reisen musste um für diverse Kunden zu arbeiten. Schon komisch, dass man erst nach Miami muss um dann für die Shootings wieder zurück zu fliegen.

 

Aber auch in Amerika hatte ich tolle neue Kunden. So kam es z.B. vor,  dass ich spontan nach Milwaukee fliegen musste. Der Temperaturunterschied war gravierend und meine Garderobe nicht gerade für Kälte und Schnee ausgelegt. 

Um nicht zu erfrieren,  wollte ich mir für meine kleine Reise noch fix passende Kleidung zulegen. Leider gestaltete sich dies in Miami nicht ganz so einfach.

Bei einem Zwischenstop am Flughafen wurde ich glücklicherweise doch noch fündig ;)

 

So erging es mir oft. Manchmal wusste ich beim vielen fliegen und umsteigen garnicht mehr, welche Währung oder Sprache gerade gesprochen wird. Der Körper kommt durch die ständigen Zeitumstellungen schnell durcheinander. Auch wenn das sehr anstrengend ist, lernt man mit der Zeit sich zu organisieren.

 

Wie geht man vor, wenn man als Model in Miami arbeiten möchte?

 

Miami war für mich gefühlt auf jeden Fall eine größere Sache als nach Kapstadt zu gehen.

Für Kapstadt gibt es viele Erfahrungswerte von anderen Models, Fotografen und Visagisten die man sich einholen kann. Die Agenturen kennen sich mit dem Markt gut aus und viele deutsche Kollegen sind vor Ort. 

Mit Miami verhielt es sich da schon anders.

Ich musste mich auf eigene Faust schlau machen und meine damalige Agentur hatte wenig Erfahrung mit dem amerikanischen Markt.

 

Brauche ich ein Visum?

 

Ein großes Thema, denn das Visum hat seinen Preis. Die Kosten sind meist selbst zu tragen, wobei in meinem Fall die Hälfte der Kosten übernommen wurde.

Das ist aber alles Verhandlungssache.

Die Agentur empfielt das O-1 Visa, die Kosten dafür liegen bei $1800 + $325 Bearbeitungsgebühr. Die Bearbeitungszeit liegt bei ca. 3 Wochen. 

Ich entschied mich erstmal für ein Touristenvisa, das für 90 Tage gültig ist um einzureisen und den Markt zu testen. Solange man aber kein gültiges Arbeitsvisum hat, kann die Agentur nur 45% deines Verdienstes auszahlen. Die ersten Einkünfte wird die Agentur außerdem zur Seite legen, um damit anschließend das Visum zu bezahlen. 

 

Welche Agenturen sind zu empfehlen?

 

Meine Mutteragentur in Deutschland arbeitete bis dato nur mit NEXT zusammen. Somit entschied auch ich mich dafür.

Vor Ort habe ich dann herausgefunden, dass Wilhelmina auch eine sehr gute Agentur ist.

 

Es ist egal ob man New Face, oder schon professionell dabei ist. Alle Agenturen bekommen die gleichen Castings. Das bedeutet, jeder hat die gleiche Chance als Model, unabhängig von der Agentur in der man ist. 

Miami-Beach bietet die ideale Kulisse für Werbeaufnahmen, Filmdrehs und Fotoshootings. Viele Schauspieler, Models und Designer verbringen einen Teil des Jahres hier.

 

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

 

Das Leben in Miami ist sehr teuer. 

Hinzu kommt das an jeder Ecke Bars, Restaurants oder andere Lokalitäten zum Konsumieren locken. 

Der "healthy lifestyle" ist super angesagt. Somit fehlt es nicht an gesundem und vor allem leckerem Essen. Bis einem die Acai Bowl zum Hals raus hängt ;-)

Genauso wie in Kapstadt ist das Essen hervorragend und für mich als Sushi Fan "the place to be".

Restaurants die ich empfehlen kann:

 

Sushi Samba

Doraku Japanese Food 

Shake Shak Burger

 

Wie finde ich eine geeignete Unterkunft?

 

Die Agentur wird dir hierbei helfen. Die Bezahlung meiner Unterkunft wurde von der Agentur vorgestreckt. Daher konnte ich mir aber auch nicht aussuchen, wo ich wohnen möchte.

 

Letztendlich habe ich dann im Apartement gewohnt:

http://www.sunbriteapartments.com

 

Ein eingezäuntes Areal mit mehreren Apartments, indem eigentlich fast nur Models gewohnt haben.

 

Die Kosten dafür lagen bei $45.00 pro Nacht. 

 

Things to do in Miami:

 

Um mobil zu sein, habe ich mir einen süßen Beachcruiser gekauft. Damit bin ich perfekt zu allen Castings in Miami Beach gekommen. Waren die Castings mal außerhalb, konnten ich mir mit meinen beiden Mitbewohnerinnen ein Taxi teilen.

Das Fahrrad konnte ich leider nicht mit nach Deutschland nehmen, da der Transport im Flugzeug knapp 150 Euro gekostet hätte und das Fahrrad nicht recht viel teurer gewesen ist. Somit habe ich es einer Modelkollegin verkauft, die sich sehr darüber gefreut hat.

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