Hausgeburt



Meine erste Schwangerschaft verlief ganz unkompliziert und so auch die Geburt.

Es ging alles relativ schnell und ohne große Komplikationen.

Alles zu meiner ersten Geburt gibt es hier.

In Zeiten von Corona war die Vorstellung im Krankenhaus, -womöglich mit Schutzmaske- entbinden zu müssen und meinen Mann anschließend nicht länger als eine Stunde am Tag bei mir haben zu dürfen, alles andere als angenehm.

Welche Optionen bleiben uns also, um alles für eine weitere entspannte Geburt möglich zu machen?


Erster Gedanke, das Geburtshaus.

Gesagt getan. Ich rief in drei Geburtshäusern an, doch alle waren bereits voll. Ich war anscheinend nicht die erste mit diesen Sorgen.


Zweiter Gedanke, Hausgeburt.

Ok, absolut keine Vorstellung davon...

Nach Gesprächen mit anderem Müttern aus dem Waldkindergarten den unser Sohn besucht, stellte sich tatsächlich heraus, dass hier bereits einige Mamas Erfahrung mit Hausgeburten haben.

Das schafft natürlich vertrauen und die anfängliche Skepsis verwandelte sich in Euphorie.

Ein erstes Treffen mit der empfohlenen Hebamme war fix vereinbart.

Unsere Hebamme war absolute entspannt. Wir stellten ihr alle Fragen die uns zu diesem Thema durch den Kopf gingen.

Auch sie klärte uns auf, wann eine Hausgeburt überhaupt möglich ist und wann nicht.

Es gibt bestimmte Kriterien die in Absprache mit Hebamme und der Frauenärztin schnell geklärt sind.

Diese sind z.B. Risikoschwangerschaft, Lage des Kindes, Mehrlingsgeburt, Vorgeschichte etc.


Wie muss man sich also eine Hausgeburt vorstellen und was wenn doch etwas schief geht?

Man muss bedenken, dass die Hebamme bei einer Hausgeburt natürlich noch mal genauer hinschaut. Sobald sie merkt, dass irgendwas in die falsche Richtung läuft, schreitet sie ein und begleitet dich ins Krankenhaus um dich an das Team vor Ort zu übergeben.

Bei einem Notfall ruft sie den Notarzt. Aber dieser Fall tritt selten ein, da im Vorfeld schon vieles besprochen wird und sie während der Geburt schon vorzeitig reagiert.

Die vertraute Atmosphäre und die entspannte Art der Hebamme ebnen ohnehin einen ganz andren Verlauf der Geburt.

Im Krankenhaus entsteht oft stress und Druck, was die Geburt enorm erschweren kann und alles womöglich in eine komplett andere Richtung lenken würde. Es wird häufig zu schnell eingeschritten, anstatt der Mutter Vertrauen zu schenken und sie einfach mal intuitiv machen zu lassen.


Wo du dein Kind zuhause auf die Welt bringen möchtest steht dir letzendlich frei. Und nein, es gibt keine riesen Sauerei.

Die Hebamme übergibt dir im Vorfeld eine Checkliste mit Dingen die du für die Geburt und das Wochenbett bereit halten solltest. Auch die Zeit danach will gut geplant sein. So sollte dein Mann sich die ersten Tage ausschließlich um dich und den Haushalt kümmern.


Alles in allem eine wunderschöne Erfahrung in gewohnter Umgebung. Stressfrei und entspannt, in dem Tempo wie ich es mir wünsche <3








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